Kosten beim Hausverkauf: Geld, Modellhaus und Unterlagen auf dem Schreibtisch

Wissen — Verkauf

Was kostet ein Hausverkauf? Alle Kosten im Überblick

Provision, Energieausweis, Grundschuld, Steuern: Wer beim Verkauf was zahlt — und welche Kosten Sie mit guter Vorbereitung vermeiden können. Ehrlich aufgeschlüsselt, Stand 2026.

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Die kurze Antwort

Die größte Position ist fast immer der Verkäuferanteil an der Maklerprovision — in Niedersachsen üblich 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Dazu kommen kleinere Pflichtposten wie der Energieausweis und die Unterlagenbeschaffung sowie — je nach Situation — Grundschuld-Löschung, Vorfälligkeitsentschädigung und Spekulationssteuer. Die gute Nachricht: Notar- und Grundbuchkosten des Kaufvertrags zahlt üblicherweise der Käufer, und die zwei teuersten Sonderposten lassen sich mit guter Planung oft vermeiden oder senken.

Kostenüberblick: Wer zahlt was beim Hausverkauf?

KostenpunktGrößenordnungWer zahlt?
MaklerprovisionJe 3,57 % inkl. MwSt. für Verkäufer und Käufer (Niedersachsen, üblich)Verkäufer und Käufer je zur Hälfte
Notar & Grundbuch (Kaufvertrag)In der Regel etwa 1,5–2 % des KaufpreisesÜblicherweise der Käufer
EnergieausweisVerbrauchsausweis ab ca. 50–100 €, Bedarfsausweis meist einige hundert EuroVerkäufer (Pflicht vor Besichtigung)
Unterlagen (Grundbuchauszug, Flurkarte u. a.)Meist unter 100 € an GebührenVerkäufer — Beschaffung übernehmen wir
Löschung der GrundschuldNotar- und Grundbuchgebühren, meist niedriger dreistelliger BetragVerkäufer
VorfälligkeitsentschädigungIndividuell — abhängig von Restschuld, Restlaufzeit, ZinsdifferenzVerkäufer, nur bei vorzeitiger Darlehensablösung
SpekulationssteuerIndividueller Steuersatz auf den GewinnVerkäufer, nur bei Verkauf vermieteter Objekte innerhalb von 10 Jahren
Wertgutachten (optional)Nur nötig für Gericht/Finanzamt — unsere Werteinschätzung ist kostenfreiWer es beauftragt

Alle Angaben sind übliche Größenordnungen (Stand 2026), keine verbindliche Kostenaufstellung. Die konkreten Zahlen für Ihren Fall rechnen wir im Erstgespräch transparent vor.

Die zwei Posten, die richtig ins Geld gehen können

Vorfälligkeitsentschädigung: Läuft noch ein Darlehen, darf die Bank bei vorzeitiger Ablösung eine Entschädigung für entgangene Zinsen verlangen — je nach Restschuld und Zinsdifferenz ein spürbarer Betrag. Wichtig zu wissen: Zehn Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens haben Sie ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht mit sechs Monaten Frist, dann entfällt die Entschädigung komplett. Manchmal lohnt es sich auch, das Darlehen vom Käufer übernehmen zu lassen oder es auf eine neue Immobilie mitzunehmen. Wir sprechen das Thema früh an — nicht erst beim Notar.

Spekulationssteuer: Bei vermieteten Immobilien, die innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkauft werden, besteuert das Finanzamt den Gewinn. Wer selbst im Haus gewohnt hat — durchgehend oder im Verkaufsjahr plus den beiden Vorjahren — verkauft steuerfrei. Manchmal ist Warten also bares Geld wert. Alle Details zur Spekulationssteuer →

Was der Makler kostet — und wann

Die Provision wird erst fällig, wenn der Kaufvertrag beim Notar beurkundet ist. Bewertung, Exposé, Fotos, Inserate, Besichtigungen und Verhandlung gehen bei uns in Vorleistung — kommt kein Verkauf zustande, zahlen Sie nichts. Die Konditionen legen wir vor der Beauftragung schriftlich fest. Mehr zur Maklerprovision → · Mit oder ohne Makler verkaufen? →

Versteckte Kosten? Gibt es — aber andere, als Sie denken

Der teuerste Fehler beim Hausverkauf steht in keiner Gebührentabelle: ein falscher Angebotspreis. Ein zu hoher Startpreis kostet Monate an Vermarktungszeit und führt erfahrungsgemäß am Ende oft zu einem niedrigeren Ergebnis; ein zu niedriger verschenkt direkt Geld. Deshalb beginnt ein kosteneffizienter Verkauf mit einer fundierten Werteinschätzung — bei uns nachvollziehbar hergeleitet und kostenfrei.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Steuer- und Darlehensfragen ziehen Sie Steuerberater oder Bank hinzu — auf Wunsch vermitteln wir Kontakte aus unserem Netzwerk.

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Häufige Fragen zu den Kosten

Typische Verkäuferkosten sind: der eigene Anteil an der Maklerprovision (in Niedersachsen üblich je 3,57 Prozent inkl. MwSt. für Verkäufer und Käufer), der Energieausweis, die Beschaffung fehlender Unterlagen, die notarielle Löschung einer eingetragenen Grundschuld sowie gegebenenfalls Vorfälligkeitsentschädigung und Spekulationssteuer. Notar- und Grundbuchkosten des Kaufvertrags zahlt dagegen üblicherweise der Käufer.

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